Reinhard Mey – Das Meer (Guitar)
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Chords
[Verse 1]
Em Hm Em C D G Der Wind hat gedreht, und die Flut kommt herein, Dunkelgrau mit einem silbrigen Schein C H7 Em C Am H7 und über die Mole, da fliegt schon die Gischt, wenn die Welle aufläuft und die Brise auffrischt Em F#7 H7 Em Am C H7 Mit einem Mal füll'n sich die Priele im Sand, und über den kahlen, verlassenen Strand Em D G D G D C H7 treibt der Wind trock'ne Algen und Schaum vor sich her, es ist da, das gewaltige, ewige Meer
[Chorus 1]
E A H E A H Auf hellem Türkis tanzen glitzernde Lichter, auf teerschwarzer Brandung weiß schäumende Wut E A E H A H A E es hat tausend Farben und tausend Gesichter, im ewigen Wechsel von Ebbe und Flut A E A E A H Erfüllt von Geschichten aus uralten Tagen, Beladen mit Spuk und Spökenkiekerei'n, E A E A E H E umwoben von Märchen, Legenden und Sagen, wie viele Geheimnisse schließt es wohl ein?
[Verse 2]
Em Hm Em C D G Wie vielen bedeutet es Leben und Brot? Ein paar starke Arme, ein Netz und ein Boot C H7 Em C Am H7 das braucht's, damit keiner, je Not leiden muss, das Meer schenkt uns Nahrung im Überfluss Em F#7 H7 Em Am C H7 Wie vielen bedeutet es Arbeit und Lohn, Handwerk überliefert vom Vater zum Sohn Em D G D G D C H7 wie viele Seeleute haben ihr Geschick, auf Gedeih und Verderb mit dem Meer verstrickt?
[Chorus 2]
E A H E A H Wie viele Boote und Schiffe mag es wohl tragen, zu dieser Stunde auf dem Erdenrund? E A E H A H A E und wie viele schlafen, von Stürmen zerschlagen, mit Schätzen beladen tief auf seinem Grund? A E A E A H Es ist Kommen und Gehn, es ist Nehmen und Geben, und wie die Gezeiten, unstet wie der Wind E A E A E H E es ist zärtlich und grausam, ist Tod und ist Leben, und es lässt uns erahnen, wie winzig wir sind
[Verse 3]
Em Hm Em C D G Wir bringen ihm einen erbärmlichen Dank, die Pflanzen zerstört und das Seegetier krank C H7 Em C Am H7 was da kreuchte und fleuchte verendet im Teer, wir verseuchen das Meer und misshandeln es schwer Em F#7 H7 Em Am C H7 Die Ufer verpestet und übel schimpfiert, von Zimmervermietern zubetoniert Em D G D G D C H7 von Pissbuden und Imbissständen gesäumt, doch es kommt eine Flut, die das alles wegräumt!
[Chorus 3]
E A H E A H Und tobend und tosend schlägt es an die Klippen, mit ungebrochener Urgewalt E A E H A H A E ich schmecke den salzigen Staub auf den Lippen, nein, das Meer das ergibt sich uns wohl nicht so bald! A E A E A H Wie wir es vergiften, missachten und schänden, wir stören nicht lange sein Gleichgewicht E A E A E H E es wird uns nur abschütteln von seinen Stränden, wir brauchen das Meer doch das Meer braucht uns nicht!